Der durstige Zierrasen hatte es heuer besonders schwer. Eine der häufigsten Fragen am „Natur im Garten“ Telefon, dem ökologischen „Rat auf Draht“ des Landes NÖ, war: „Was tun, wenn der Rasen vertrocknet und braun ist? Und welche Alternativen gibt es zum Zierrasen?“. Heimische Wildkräuter wie Schafgarbe, Gänseblümchen, Spitzwegerich oder Hornklee haben im Gegensatz zum englischen Rasen heuer klar gezeigt, wie hitzefest und ausdauernd sie sind. Inmitten von dürrem Gras blieben viele heimische Wildpflanzen grün und blühten sogar. Ein Segen auch für die Insekten, denn die Blüten boten inmitten brauner Wüsten immer noch wertvolle Nahrung. Eine klimafitte Antwort auf vertrocknete Zierrasenflächen im Sommer kann also ein Kräuterrasen sein. Einige Wildkräuter sind essbar und können getrocknet zum Würzen oder als Tee verwendet werden. Spitzwegerich und Thymian finden traditionell als Hustensirup Anwendung. Häufiges Gießen, Mähen und Düngen braucht ein Kräuterrasen nicht. Das spart wertvolles Wasser, Zeit und Geld. Wer sich auf ein neues Bild von Rasen einlässt, wird belohnt: mit mehr Grüntönen und bunten Blüten statt braunen Rasenflächen im Sommer. Im Handel gibt es bereits trittfeste Kräuter- bzw. Blumenrasenmischungen, wie etwa beim „Natur im Garten“ Partnerbetrieb „Wildeblumen“.
Der Weg zum Kräuterrasen
Zum „Natur im Garten“ Magazin
Vortrag: Gärten klimafit machen
Zur Veranstaltung
Schritt für Schritt klimafit
Zu den Informationen